07. Oktober 2019

Durch effizientes Energiemanagement reduzieren sich Gas- und Stromkosten in Fachmarktzentren bis zu 21%

7. Fachmarktzentren Report vorgestellt

190.000 € an Energiekosten spart Nuveen Real Estate in den drei Fachmarktzentren des UNITED Portfolios durch intelligentes Energiemanagement. Dieses Ergebnis und weitere neue Ansätze zur profitableren Bewirtschaftung von Fachmarktzentren liefert die heute veröffentlichte siebte Ausgabe des Marktberichts „Fachmarktzentren in Deutschland. Werte sichern, Werte steigern“.

Neue Ansätze zur Wertsicherung und Wertsteigerung

Die MEC und ihre Partner Dr. Lademann & Partner, Nuveen Real Estate, Savills und WISAG haben den rund 100 Seiten umfassenden Report heute auf der Immobilienmesse EXPO REAL in München der Öffentlichkeit vorgestellt. Kernthema des Fachmarktzentren Reports 2019 sind Wertsicherung und Wertsteigerung von Handelsimmobilien. So wird    u. a. anhand der Fallstudie „UNITED Portfolio“ dargestellt, wie sich effizientes Energiemanagement und Transparenz über Kosten und Verträge auf den Business Case auswirken. „Fachmarktzentren sind auch in Zukunft eine profitable Assetklasse mit großen Potentialen“, sagt der COO der MEC, Christian Schröder.

Betriebskosten im UNITED Portfolio nachweislich gesenkt
 
„Durch die Neuausschreibung und Bündelung der Strom- und Gaslieferverträge sowie durch die Vereinfachung des Abrechnungsprozesses reduzieren sich beim UNITED Portfolio die Gaskosten um 21% und die Stromkosten um 18%“, erläutert der Geschäftsführer von Westbridge Advisory, Rüdiger Salzmann. Mit dem Frankfurter Beratungsunternehmen kooperiert Nuveen Real Estate bei der Betriebskostenoptimierung.

Ende 2017 erwarb Nuveen Real Estate das UNITED Portfolio, das aus dem Helvetia Parc Groß-Gerau, dem Löwen Center Leipzig, dem Ostkreuz Center Oststeinbek sowie zwei Real Stand Alones besteht, für einen seiner Fonds. 

Assetklasse Fachmarktzentrum: Werte sichern, Werte steigern - operative Reserven heben

Im mit Nuveen Real Estate für den neuen Fachmarktzentren Report durchgeführten Interview wird am Beispiel des im Jahr 2018 verkauften „Olymp-Portfolios“ beleuchtet, mit welchen Strategien der Immobilien-Investmentmanager den Wert der elf Fachmarkt- und Hybridzentren für die Anleger seines German Retail Income Fonds steigern konnte. Die Head of Retail Germany bei Nuveen Real Estate, Kathrin Andres, erläutert: „Repositionierungen auf Basis planungsrechtlicher Anpassungen und Weiterentwicklungen im Mietermix, gemeinsam mit Bestandsmietern durchgeführte Modernisierungen sowie Optimierungen auf der Kostenseite haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir die wettbewerbliche Zukunftsfähigkeit der gut ausgewählten Objekte während der Haltedauer nachhaltig sichern und auf dieser Grundlage ein für unsere Anleger optimales Ergebnis beim Verkauf des Portfolios erzielen konnten.“

Nachhaltiger Gebäudebetrieb ermöglicht deutliche Kostensenkung

Das Facility Management Unternehmen WISAG nennt in seinem Fachbeitrag konkrete Beispiele, wie ökologische und ökonomische Aspekte miteinander verbunden werden können. So können Modernisierungsmaßnahmen im Bereich der Gebäudetechnik die Nebenkosten senken sowie Wartungs- und Instandhaltungskosten verringern. Spezielle Trockenreinigungssysteme machen chemische Reinigungsmittel überflüssig. „Durch die Umrüstung auf LED-Beleuchtungstechnik können der Kohlendioxid-Ausstoß verringert und die Stromkosten gesenkt werden“, erläutert der Vertriebsleiter Shopping Center bei WISAG Facility Management, Joaquin Jimenez Zabala.

Chancen im Bau- und Planungsrecht

Neue Chancen für die Vitalisierung von Fachmarktzentren bietet auch das jüngste Urteil des Europäischen Gerichtshofs im Fall Visser/Appingedam. Uwe Seidel von Dr. Lademann & Partner skizziert in seinem Beitrag, dass sich die Stärkung der Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit positiv auf die Assetklasse Fachmarktzentrum auswirkt. „Das Urteil zwingt die Kommunen als Plangeber zur Einhaltung der Gebote der Nicht-Diskriminierung, der Erforderlichkeit und der Verhältnismäßigkeit in den Bebauungsplanverfahren“, erläutert Seidel.

Langweilig ist sexy: Fachmarktzentren sind auch in Zukunft Investors Liebling

Auch wenn die Spitzenrenditen von Fachmarktzentren seit dem Jahr 2009 um 280 Basispunkte auf 3,9 % gesunken sind, werden sie auch in Zukunft auf hohe Investorennachfrage treffen: „Gut positionierte Fachmarktzentren mit Nahversorgungscharakter bieten einen Renditevorteil gegenüber anderen Assetklassen wie beispielsweise Bürogebäuden“, so der Head of Retail Investment Services Germany und Chairman European Retail Investment Board bei Savills Immobilien-Beratungs GmbH, Jörg Krechky.

Modernisierung T.E.C. Erfurt und Revitalisierung EDU Bremen

Im Kapitel 6 des neuen Fachmarktzentren Reports stellen die Autoren der MEC zwei neue Praxisbeispiele für Werterhalt und Wertsteigerung von Fachmarktzentren vor: Die Modernisierung und Positionierung des T.E.C. Erfurt sowie die Entwicklung des EDU Einkaufspark Duckwitz in Bremen von einem Real Stand-Alone zu einem modernen und diversifizierten Fachmarktzentrum.

Fitnessstudios und Blick durch die Milieubrille

Im siebten Fachmarktzentren Report werden auch die Trends aus Mieter- und Endverbrauchersicht analysiert. Der Head of Real Estate FitX, Sebastian Twyrdy, erläutert aus Mietersicht, welche Konzepte für eine höhere Besucherfrequenz sorgen. Dr. Silke Borgstedt und Jochen Resch von Sinus Markt- und Sozialforschung erläutern in ihrem Beitrag, das Fachmarktzentren für die „Bürgerliche Mitte“ und Vertreter des „Adaptiv-Pragmatischen Millieus“ wichtige Einkaufsstätten bleiben, da sie moderate Preise, One-Stop-Shopping und Seriosität bieten.

12,5 % Budgetersparnis durch Digitalisierung

Einen weiteren Best Case liefert auch Marc Mockwitz vom IT-Entwickler Cloudbrixx für den neuen Fachmarktzentren Report. Er erläutert anhand des Baus eines Kongresszentrums in Hessen, dass aufgrund der Digitalisierung sämtlicher Prozesse eine Budgetersparnis von 7,44 Millionen Euro erzielt werden konnte. 

Den neuen Fachmarktzentren Report finden Sie online unter:
https://www.mec-cm.com/fachmarktzentren-in-deutschland.html

Im Bild (v.l.n.r.): Uwe Seidel (Dr. Lademann & Partner), Gerrit Egg (WISAG), Christian Schröder (MEC), Jörg Krechky (Savills), Sebastian Kienert (MEC), Kathrin Andres (Nuveen), Moritz Felix Lück (MEC), Joaquin Jimenez Zabala (WISAG).